Kernfusion- die Erde auf die Sonne auf die Erde holen?- Teil 2

Unsere Welt kann man sich ohne Strom kaum vorstellen. Aber Strom aus fossilen Energieträgern ist ganz und gar nicht klimafreundlich. Natürlich gibt es schon unglaublich weit entwickelte erneuerbare Energien, aber auch wenn allein aus Ihnen ein hervorragendes Stromnetz aufgebaut werden kann , wäre es doch ein Traum, wenn man eine Energiequelle hätte, die „auf Knopfdruck“ funktioniert, nichts mit dem Wetter zu tun hat, umweltfreundlich ist und die Umwelt nicht schadet. Auchwenn das ziemlich utopisch scheint, versuchen Physiker seit Jahren genau das. Inspiration haben sie sichdabei beim größten Energieproduzenten in unserer galaktischen Nachbarschaft gesucht: der Sonne.

Im letzten Teil ging es ja schon um Aufbau und Funktionweise eines Reaktors, in diesen geht es um dieSchwierigkeiten bei der Konstruktion und um die Forschungsstandorte.

Die Komplikationen

Viele Leute spotten mittlerweile über das Projekt der Kernfusion, da es schon seit den 60ern intensivbeforscht wird und es immernoch kein finales Ergebnis gibt.

Dazu muss man aber sagen: die ganze Kernfusion  birgt viele Komplikationen und Rätsel , die noch gelöst werden müssen. Zum Beispiel ist

immernoch nicht genau klar , welche Form am besten geeignet ist. Wenn man einen einfachen Donut nehmen würde, würde das Plasma nämlich langsam nach oben oder unten „abhauen“ . Um den Käfig „sicherer“ zu machen gibt es zwei Möglichkeiten: Tokamak und Stellerator. Der Tokamak schiesst einen weiterenMagnetsrom durch das Plasma, die Form des Stellerators ist exakt so gebaut, dass das Plasma nicht ausbrechen kann. Diese Form ist allerdings so kompliziert, dass diese erst ab den 80ern erforscht werden konnten, da erst ab dann die Compitern stark genug waren, um die geeigneten Formen zu berechnen.

Hinzu kommt, das die Sonne super ineffizient ist, das aber durch ihre Größe ausgleicht, und somit trotzdem 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium pro Sekunde fusioniert. Aber im Vergleich zur Sonne ist ein Reaktor winzig. Er muss also effizienter als die Sonne sein. Das gelingt, in dem man statt normalen Wasserstoff Deuterium und Tritium, also Wasserstoffisotope, nutzt. Diese haben , im Gegensatz zu, normalem“ Wasserstoff, ein bzw. zwei Neutronen, vor allem Tritium ist aber eher selten.

Außerdem ist so eine Maschine, vor allem durch die ganzen Forschungsgeräte, sehr teuer und brauchen (noch) Jahre, um gebaut zu werden.

Die Standorte

Wo findet so eine Hightech-Wissenschaft statt? Unter anderem in Greifswald. Dort steht Wendelstein 7-x , der modernste Stellerator der Welt, im Max-Planck- Institut . Es gibt auch in anderen Ländern Forschungsanlagen, diese aber meistens vom Typ Tokamak.

Unter anderem wird gerade der ITER im französischen Cadarache, an dem zurzeit viele Nationen beteiligt sind, gebaut.

Die Forschung zur Kernfusion ist langwierig und kompliziert, dafür würde ein Erfolg die nachhaltige Energiegewinnung revolutionieren!

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