Interview

Interview mit Frau Werner-Klinnert

Reporter: Hallo Frau Werner-Klinnert,
wir sind von der Schülerzeitung und würden Sie gerne fragen, ob wir mit Ihnen ein Interview führen dürfen?

Frau Werner-Klinnert: Ja, dürft ihr herzlich gerne.

Reporter: Sehr gut, dann fangen wir an mit der 1. Frage.
Welche Fächer unterrichten Sie?

Frau Werner-Klinnert: Biologie und Philosophie

Reporter: Welches Fach mögen Sie mehr?

Frau Werner-Klinnert: Wenn ich wählen müsste, wäre es immer die Philosophie. In der Biologie und anderen Naturwissenschaften überholt sich das Wissen recht schnell und man muss immer weiter ins fachliche Detail gehen.
Mich interessieren Fragen, welche die Menschen zu jeder Zeit betreffen und immer von Bedeutung sind. Deren Antworten basieren selten auf Zahlen und Fakten, sondern resultieren aus einem intensiven Reflexionsprozess. Das finde ich spannend. Dieses Denken der Menschen ist schon sehr alt und immer noch aktuell.

Reporter: Unterrichten Sie noch an anderen Schulen?

Frau Werner-Klinnert: Parallel? Nein. Ich habe aber bisher an 4 verschiedenen Schulen gearbeitet.

Reporter: War Ihr Studium zum Lehrer schwer?

Frau Werner-Klinnert: Es war herausfordernd, aber das wollte ich auch so.

Reporter: Wie lange haben Sie für Ihr Studium gebraucht?

Frau Werner-Klinnert: Ich habe 12 Semester studiert und im 13. Semester meine 1. Staatsprüfung abgelegt. Danach habe ich 2 Jahre hier am Schlossgymnasium mein Referendariat absolviert, um auch das 2. Staatsexamen zu bekommen. Es hat schon eine Weile in Anspruch genommen.

Reporter: Bleiben Sie hier nur ein paar Jahre oder bis zur Rente?

Frau Werner-Klinnert: Wie lange ich hier bleibe, kann ich nicht sagen. Es kann von vielen Faktoren abhängen, warum man sich wie und wofür im Leben entscheidet. Aber ich habe eine ganz bewusste Entscheidung getroffen, hierher zu kommen. Ich wollte das und ich bin gern hier.

Reporter: Macht es Ihnen ein bisschen Spaß an der Schule?

Frau Werner-Klinnert: Na klar. „Bisschen“ klingt ja lustig. Ich mag die Arbeit mit den Jugendlichen sehr. Ich finde, ihr seid sehr freundlich, offen und neugierig. Die meisten grüßen sogar nett, auch wenn wir keinen Unterricht zusammen haben. Das allein schon fällt mir positiv auf. Das ist keine Selbstverständlichkeit, finde ich. Es ist nicht immer leicht, wenn man Frust oder Unmut von Schüler*Innen aushalten muss, wenn man unliebsame Aufgaben stellt. Aber das ist meine Aufgabe: herauszufordern.

Reporter: Wie gefällt Ihn die Arbeit mit der Technik?

Frau Werner-Klinnert: Ich bin es gewohnt mit Apple zu arbeiten, der Umgang damit fällt mir also nicht schwer. Und bin sehr dankbar dafür, dass es an dieser Schule eine solch gute technische Ausstattung gibt und ich noch dazu lernen kann.

Reporter: Welchen Kollegen mögen Sie am liebsten?

Frau Werner-Klinnert: Der Alltag ist sehr stressig. Da kommt man nur selten ins Gespräch und so lernt man nur wenige Kolleg*Innen gut kennen. Das finde ich ehrlich gesagt schade, weil Potentiale und Ressourcen unentdeckt bleiben. Ich mag den Austausch sehr und war das bisher auch gewohnt. Es gibt aber Kolleg*Innen, die mir schon jetzt lieb und teuer sind, denen ich vertraue und mit denen die Arbeit sehr viel Spaß macht.

Reporter: Wollten Sie schon immer Lehrerin sein?

Frau Werner-Klinnert: Ich habe mich ganz bewusst für dieses Studium entschieden, aber so richtig sicher war ich mir bei der Wahl des Berufs nicht. Nach dem Abitur musste eine Entscheidung her, die Eltern haben Druck gemacht und ich hatte nur ein Gefühl für die Fächer, die mich interessierten. Ich habe sehr viel Glück gehabt. Es war die richtige Entscheidung, definitiv.

Reporter: Wir danken, das Sie Zeit für uns hatten. Wir sagen Tschüss und wünschen Ihnen noch ein schönen Tag.

Frau Werner-Klinnert: Tschüss

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