Gedanken der Schülerzeitung zum Unterricht der Coronazeit

Pandemie verändert den Schulalltag

Veröffentlicht

„Corona, ach, das wird uns hier in Mecklenburg Vorpommern sowieso nicht betreffen“, waren Worte, die ich oftmals hörte, als die Pandemie immer mehr in der Schule thematisiert wurde. „Corona, ist ja nichts weiter als eine harmlose Grippe…“

Niemand hätte zu dem Zeitpunkt geahnt, wie sehr Corona unser Leben in allen Bereichen beeinflussen, würde. Die meisten, auch ich, hielten es für eine harmlose Grippe, um die viel Wirbel gemacht wurde.

Doch es dauerte nicht lange, da schlossen immer mehr Schulen und plötzlich — betraf es auch unsere. Anfang März wurden wir benachrichtigt, dass das Schlossgymnasium ebenfalls geschlossen wurde.

Deutlich wurde uns schnell, dass die Technik, beziehungsweise die Medienkompetenz der Schulen noch weiter ausbaufähig war. Und obwohl wir eigentlich einen Vorteil besaßen, weiter als die anderen Schulen entwickelt zu sein, durch die Ipadklassen und den Titel der „Medienschule“, bestürzte es auch die meisten von uns, dass nicht alles so klappte, wie geplant. Die Plattform „Moodle“ über die wir Schüler mit den Lehrern kommunizierten, war beispielsweise vollkommen überlastet.

Diese überlasteten Plattformen führten dazu, dass wir keine direkten Antworten der Lehrer auf die von uns gestellten Fragen bekamen. Folglich wurden Themen missverstanden, es gab niemanden, der die Aufgaben korrigierte, Verwirrung, wenn nicht Verzweiflung entstand.

Motivation ging schnell verloren. Ich selbst merkte dies sehr, anfangs erledigte ich alle Aufgaben sorgfältig, doch nach und nach machte ich einen Bogen um Fächer, die ich nicht verstand und bei denen ich nicht weiterkam. Und so entstanden immer größere Wissenslücken.

Abgesehen von der Schule gab es auch positive Aspekte. Es gab zwar Schüler, denen der Austausch zu anderen fehlte, doch ich gehörte nicht dazu. Ich genoss die Zeit zuhause, besonders, da man sonst nie soviel Zeit für seine Familie hatte.

Auch der verringerte Stress, durch die fehlenden Klausuren und Arbeiten tat gut und wirkte sich gut auf meine Gesundheit aus, dazu zählte auch, genug Schlaf zu bekommen.

Zurückblickend kann ich  sagen, dass es mir geholfen hat, selbstverwaltend zu lernen, denn es förderte die Selbständigkeit. Man musste sich selbst Gedanken machen, da man ansonsten niemand fragen konnte.

Auch das Umfeld spielte eine Rolle. Im Gegensatz zu der Schule arbeitete ich viel konzentrierter, da es niemand gab der mich störte und es Zuhause allgemein, viel ruhiger war.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass es jedem selbst überlassen war, was man aus der Situation anfertigte. Entweder konnte man das Beste aus der Situation machen oder nur dasitzen und sich über die Umstände beklagen. Ich habe mich dafür entschieden, dass beste daraus zu machen und somit die Zeit etwas erträglicher zu machen und sie sogar vielleicht ein bisschen genießen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*