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Eine unvergessliche Woche auf der grünen Insel

Eine unvergessliche Woche, die stolpernd anlief, aber für viele in einer emotionalen Verabschiedung endete: das war der Besuch der acht Elftklässler an der katholischen Mädchenschule Mercy College in Dublin. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr darüber; wie schleust man Jungs in eine Mädchenschule ein? Wer ist eigentlich Erasmus? Und was macht man fünf Tage lang in einem anderen Land?

Wie wir alle sicher wissen, sind wir eine multilinguale Schule. Es werden mehrere Fremdsprachen sowie das Zertifikat CertiLinguaⓇ angeboten. 

Da einige Schüler darauf abzielen, das CertiLinguaⓇ für ihre weitere Karrierelaufbahn zu erreichen – immerhin stehen einem damit alle Türen von Universitäten und Unternehmen im Raum Europa offen -, nahmen acht unserer Schüler an dem Erasmus-Projekt Teil. Erasmus heißt das Projekt, das länderübergreifende Schulpartnerschaften ermöglicht. In unserem Fall sind unter der Leitschule in Irland noch drei weitere Schulen, in Schweden und Tschechien, unser Gymnasium eingeschlossen, an diesem Erasmus-Projekt beteiligt. Im März diesen Jahres fahren weitere Schüler nach Tschechien, im Oktober nach Schweden und im Frühjahr 2021 wird Gützkow der Gastgeber für die anderen Schulen sein. Reisekosten, also den Flug, die Verpflegung sowie die Unterbringung zahlt die EU.

Aber wie verbringt man fünf Tage in einem fremden Land?

In der Nacht von Sonntag auf Montag, um 4:30 Uhr morgens, ging der Zug nach Berlin. Vom Flugplatz Schönefeld ging der Flieger nach Dublin. Der Flug, der für einige Leute der erste in ihrem Leben war, fing schon abenteuerlich an: zuerst einmal gab es eine Verspätung, da in Dublin das erste Sturmtief hereingebrochen war, und des Weiteren gab es dadurch so einige Turbulenzen. Alle waren froh, als das Flugzeug wieder auf sicherem Boden stand. Mit dem Bus fuhren die Schüler anschließend ab ins Hotel, in dem die tschechischen und Schwedischen Schüler auch untergebracht waren. Am ersten Tag wurde ein wenig die Umgebung besichtigt. Die Schüler haben sich zuerst in Zurückhaltung geübt. Die Unsicherheit mit fremden Leuten zu sprechen, blockte zuerst ein bisschen ab. Doch wie sie im Nachhinein feststellten, war das eine Hürde, die sie früher hätten überwinden können – und sollen. Die Zeit, um sich einzuleben und Mut zu fassen, dauerte länger, als die Zeit, die man dann mit neugewonnenen Freunden verbringen konnte. Viele bereuen, dass sie sich nicht schneller getraut haben, mit den anderen Schülern in Kontakt zu treten, da sie alle sehr freundlich und offen waren und viele Leute neue Freunde fanden.

Es wurden Gruppen gebildet, bestehend aus einem Deutschen, einem Tschechen, einem Schweden und zwei Iren. In diesen Gruppen wurden verschiedene Aktivitäten ausgeführt. 

Mit dabei waren zum Beispiel Unterrichtsstunden mit irischer Sprache, irischer Sport wie zum Beispiel Hurling und irischer Tanz. Die Tanzstunden fanden am Donnerstag in der Turnhalle statt, wo ein netter Polizist namens Steven den Schülern Tanzstunden im Céilí-Tanzen gab, wovon sogar ein lokaler Radiosender berichtete. Auch die Weltmeisterin im Ausdruckstanz aus Tschechien demonstrierte ihr Können und zeigte eindrucksvoll ihre Siegerchoreografie. 

Am Dienstag wurde ein spaßiges Fotoprojekt gestartet, in dem die Gruppen beeindruckende Fotos von ihrer Reise auf Stoffbeutel bügelten und die Ergebnisse, die dabei herauskamen werden sogar am Tag der offenen Tür dieses Wochenende präsentiert. 

Am Mittwoch wurden die Schüler durch die Stadt Dublins geführt. Dabei besichtigten sie Temple Bar, ein Viertel in Dublin mit Pubs und Restaurants, sowie die Molly Malone Statue, an der sie ein irisches Lied im Chor auf den Platz schmetterten. 

Am letzten Tag fiel der Abschied schwer und war sehr emotional.

Diese Erfahrung war für viele Schüler ein einschneidendes Erlebnis. Man hat sich mit neuen Menschen angefreundet, hat eine neue Kultur kennengelernt und hatte eine schöne Woche. Man sei auch gut mit der englischen Kommunikation zurecht gekommen. Man könne außerdem noch viel von den anderen lernen. Alle Beteiligten würden zudem die Woche auf jeden Fall wiederholen, wenn sie die Möglichkeit hätten.

Wer zu diesem Projekt noch mehr erfahren oder noch mehr Eindrücke sammeln möchte, kann gerne die Instagramseite creativitytakescourageerasmus besuchen. Dort erscheinen in Kürze auch Eindrücke von der Fahrt nach Tschechien.

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